Weltweit drohen in den kommenden Wochen und Monaten massive Engpässe in der Versorgung mit Ibuprofen. Schon heute kann in den Apotheken nicht mehr jede Anfrage wie gewohnt bearbeitet werden, sondern es muss auf noch verfügbare Hersteller umgeschwenkt oder aus Großpackungen ausgefüllt werden.

Produktionsstopp in einem BASF-Werk

Ibuprofen wird weltweit in nur 6 Werken produziert, in China, Indien und den USA. Ein europäisches Werk wird 2021 den Betrieb aufnehmen.

Das betroffene BASF-Werk im US-Bundesstaat Texas zählt zu den führenden Produzenten mit rund 5000 Tonnen Ibuprofen jährlich. Nun wurde die Produktion vorerst eingestellt, da es laut Hersteller technische Probleme in der Produktion gibt. Das Unternehmen BASF rechnet damit, dass der Ausfall voraussichtlich 3 Monate dauern könnte, genauere Informationen sollen in den nachsten Wochen folgen.

Die weltweite Ibuprofen-Produktion war bereits in den vergangen Jahren am Anschlag. Schon 2017 hätte mehr Ibuprofen verarbeitet werden können als produziert wurde. Durch den aktuellen Ausfall eines Werkes tritt nun eine durchaus dramatische Verknappung ein. Die genauen Auswirkungen für den deutschem Markt sind noch nicht genau abzuschätzen. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Engpässe auch hierzulande deutlich spürbar werden.

Lieferengpässe häufen sich

In den letzten Jahren häufen sich durchaus die Vorfälle von Lieferengpässen und damit verbundenen Schwierigkeiten in der Versorgung mit Arzneimitteln in den Apotheken. Die Gründe sind vielfältig, auch die sogennanten Rabattverträge der gesetzlichen Krankenkassen können die Situation teilweise verschärfen.

Gerade Impfstoffe waren in der Vergangenheit stark betroffen. Mit Ibuprofen trifft es nun einen Wirkstoff, der nicht nur sehr häufig verordnet wird, sondern sich auch unter den rezeptfreien Schmerzmitteln großer Beliebtheit erfreut. Ibuprofen ist das absatz- und umsatzstärkste Schmerzmittel in Deutschland.

Sind Sie auf Ibuprofen angewiesen?

Wenn Sie auf die regelmäßige Einnahme von Ibuprofen angewiesen sind, empfehle ich Ihnen die Kontaktaufnahme mit Ihrem behandelnden Arzt, damit dieser entscheiden kann, ob Ihre Versorgung rechtzeitig sichergestellt werden sollte.

 

Lesen Sie hier den Originalbericht vom Nachrichtenportal apotheke adhoc.

 

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