Auch im Gesundheitsbereich spielen Daten eine zunehmend wichtigere Rolle. Aber machen sie uns wirklich gesünder? Unter Gesundheitspolitikern in der EU ist Big Data jedenfalls ein viel diskutiertes Thema. Sie erhoffen sich davon nicht nur Vorteile für die einzelnen Personen, sondern für das Gesundheitssystem als Ganzes – dazu gehören natürlich auch oder vor allem die Ausgaben.

LÄNDER WIE SCHOTTLAND GLAUBEN, DASS DAS SAMMELN VON GESUNDHEITSDATEN GESÜNDER MACHT. Klick um zu Tweeten

In Schottland zum Beispiel wurde das Programm „Sparra“ entwickelt. Dahinter steckt ein Algorithmus, der für 4,2 Millionen Schotten – die Mehrheit der Bevölkerung – einen individuellen Risiko-Score ermittelt. Er zeigt auf Basis von Patientendaten an, wie wahrscheinlich in den kommenden Monaten eine Einlieferung auf die Notfallstation ist. Bei einem hohen Wert wird er an Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Co. weitergeleitet, damit sie entsprechend präventiv handeln können.

Das Modell zeigt Erfolge: Die Zahl der notfallmäßigen Einweisungen sind zurückgegangen und die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus ebenfalls. Außerdem spart der Staat dadurch Geld. Bleibt abzuwarten, ob sich auch andere Länder etwas davon abschauen und Patienten dank Fitnesstrackern und anderen vernetzten Geräten künftig noch mehr Daten zur Verfügung stellen.