Weight Watchers ist mittlerweile seit über 50 Jahren erfolgreich am Markt platziert, was dafür spricht, dass es sich hierbei um ein stimmiges Konzept handeln muss, welches Abnehmwillige anspricht und zum gewünschten Erfolg führen kann. Nachdem ich in meinen letzten Artikeln meine Einschätzung zu Crash-Diäten und der 21-Tage Stoffwechselkur geteilt habe, dreht sich heute alles um die Punkte-Welt von Weight Watchers.

Was ist Weight Watchers?

Weight Watchers ist im Grunde ein Ernährungsprotokoll, welches den Nutzern hilft, Ihre tägliche Nahrungs- und somit Kalorienaufnahme möglichst einfach zu erfassen und auf ein vorher errechnetes Tagessoll zu begrenzen. Um dies zu erleichtern, hat Weight Watchers ein Punktesystem entwickelt, in dem alle gängigen Lebensmittel aber auch Gerichte erfasst sind und mittels eines Handbuchs oder einer App ermittelt werden können. Durch Sport und Bewegung erarbeitet man sich zusätzliche Punkte, und damit man im Alltag auch flexibel auf Einladungen oder andere Dinge reagieren kann, stehen einem noch Wochenextras zu.

Um die Motivation der Anwender möglichst hoch zu halten und Unterstützung anzubieten, basiert die ursprüngliche Idee auf regelmäßigen Treffen, die sehr flächendeckend angeboten werden. Heute findet sich dies vor allem auch in online Tools wieder, da analoge Treffen unter Gleichgesinnten nicht mehr für alle Menschen ganz zeitgemäß sind.

Grundlage Energiebilanz

Das Weight Watchers Prinzip beruht auf der Energiebilanz unseres Körpers. Das Wissen über die Energiebilanz ist die Grundlage jeglicher Gewichtsreduktion, denn nur wenn ich weniger Kalorien aufnehme als ich am Tag verbrauche, nehme ich, unter Verbrauch meiner in Form von Fettdepots gespeicherten Kalorienreserven, ab. Um meinen Körper jedoch nicht in Stress zu versetzen und somit gesundheitliche Risiken einzugehen, sollte die Kalorienaufnahme während einer längerfristigen Diät zumindest den täglichen Grundumsatz abdecken, der zur reinen Lebenserhaltung benötigt wird. Das tägliche Kaloriendefizit entsteht somit über den sogenannten Leistungsumsatz, also den Kalorienverbrauch durch unsere Arbeits- und Bewegungstätigkeiten. Über diesen Weg nehmen wir sehr schonend an Gewicht ab, dafür allerdings auch etwas langsamer.

Die Einstufung der Lebensmittel in das Punktesystem erfolgt bei Weight Watchers in erster Linie anhand des Kaloriengehaltes, was vollkommen richtig ist, denn dies ist für eine Gewichtsabnahme die entscheidende Größe. Mein tägliches Punkte-Limit errechne ich über Geschlecht, Gewicht, Größe und Alter, woraus sich der tägliche Gesamtumsatz annäherungsweise ermitteln lässt. Das Schlaue an dem Weight Watchers Programm ist das einfache Herunterbrechen dieses kompliziert anmutenden Zusammenhangs, wodurch die Alltagstauglichkeit deutlich erleichtert wird.

Grundsätzlich könnte man sogar durch ausschließliches Essen von Fast-Food abnehmen (Fast-Food-Diät), wenn man die Energiebilanz seines Körpers beachtet und unter seinem Leistungsumsatz bleibt aber zumindest seinen Grundumsatz abdeckt. Dass die Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und anderen wichtigen Nährstoffen dabei sicherlich zu kurz kommt und solche Diäten gesundheitlich bedenklich sind, ist aber sicherlich auch jedem klar. Bei Weight Watchers darf ebenfalls gesündigt werden, wenn man am Ende sein Punktelimit einhält. Dies finde ich grundsätzlich sehr angenehm, denn eine Diät muss meiner Meinung nach auch Freude machen.

Auch nach über 50 Jahren noch eine Empfehlung wert: weight watchers #Diät Klick um zu Tweeten

 

Zusammenfassung

Ich halte Weight Watchers für ein gute Möglichkeit, um langfristig und effektiv sein Gewicht zu reduzieren. Diese Methode bietet sich vor allem für diejenigen an, die eine gewisse Kontrolle über Ihre tägliche Nahrungsaufnahme möchten. Man ist dazu gezwungen, sich mit seiner Ernährung zu beschäftigen, und erhält dadurch wichtige Erkenntnisse für eine langfristige Ernährungsumstellung. Die größtmögliche Flexibilität in der Nahrungsmittelauswahl und somit auch die Möglichkeit, auf seinen Alltag individuell reagieren zu können, halte ich für einen wichtigen Punkt auf dem Weg zum langfristigen Erfolg. Denn am Ende soll Gesundheit Spaß machen. Die digitalen Möglichkeiten mittels App und Barcode-Scan erleichtern das Ganze zudem noch im Alltag.

Selbstverständlich finden sich heute viele Anbieter von ähnlich strukturierten Apps und Programmen, teilweise kostenlos, häufig aber, wie Weight Watchers auch, kostenpflichtig. Damit diese Programme nach innovativen neuen Erfolgskonzepten aussehen, wird an dem einen oder anderen Punkt etwas verändert, vielleicht die Bewegung noch etwas stärker in den Fokus genommen und mittels Workouts unterstützt, was grundsätzlich sicher nicht verkehrt ist, aber unterm Strich kann die von mir beschriebene Grundvoraussetzung fürs Abnehmen, die Energiebilanz, in keinem dieser Konzepte verleugnet werden.